{"id":2039,"date":"2019-07-03T10:33:16","date_gmt":"2019-07-03T08:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/?p=2039"},"modified":"2019-08-22T10:20:10","modified_gmt":"2019-08-22T08:20:10","slug":"hausbesuch-in-nuernberg-beim-team-ki-von-der-wissenschaft-ins-wohnzimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/blog\/hausbesuch-in-nuernberg-beim-team-ki-von-der-wissenschaft-ins-wohnzimmer\/","title":{"rendered":"#Hausbesuch in N\u00fcrnberg beim Team \u201eKI \u2013 Von der Wissenschaft ins Wohnzimmer\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ende Mai stand der zweite Hausbesuch an: Wir fahren nach N\u00fcrnberg und treffen Benedikt und Julius, die zwei Mitglieder des Teams \u201eKI \u2013 Von der Wissenschaft ins Wohnzimmer\u201c. Ursula, die Dritte im Bunde, ist heute verhindert. Im Veranstaltungsraum des JOSEPHS, Innovationslabor vom Fraunhofer IIS, reden wir \u00fcber das Projekt, welche Herausforderungen sie bisher hatten und wie die n\u00e4chsten Schritte aussehen.<\/p>\n<p>Doch zuerst wollen wir mehr \u00fcber unsere Gespr\u00e4chspartner erfahren: Wer sind sie und welche Beziehung haben sie zu KI?<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/8TqY4ydN118\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>KI. Erkl\u00e4ren. Essen. Das ist also die Kurzbeschreibung des Projekts, aber um was genau geht es da? \u201eWir wollen einen Algorithmus, den wir im Moment am Fraunhofer IIS entwickeln, f\u00fcr ein Prognose-Spiel verwenden. Stellt euch vor, ihr seid Restaurantbesitzer und m\u00fcsst euch \u00fcberlegen: Wie viele G\u00e4ste kommen an einem sonnigen Montag? Wie viele kommen am Samstag, wenn es regnet?\u201c erkl\u00e4rt Julius. \u201eDie Idee des Spiels ist, dass man dem Spieler und der KI Informationen gibt, aus denen sie Prognosen erstellen sollen. Am Ende vergleichen wir die Prognosen mit der Realit\u00e4t und schauen, wer die besseren Prognosen erstellt hat, Mensch oder KI.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWahrscheinlich die KI\u201c \u2013 denken wir uns und wissen nicht, ob uns das positiv oder negativ stimmt. \u201eWenn man \u00fcber KI redet, dann haben viele Menschen den Terminator im Kopf\u201c, sagt Benedikt. \u201eDas ist aber weit davon entfernt, was KI tats\u00e4chlich ist. Wir wollen mit diesem Spiel zeigen: Die KI ist nicht gruseliger als ein Schach-Computer. Sie ist vielleicht in diesem speziellen Fall besser als der Mensch darin, Muster abzuleiten, Prognosen zu machen. Dann setzen wir sie doch sinnvoll ein.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind KI-Anwendungen in der Restaurantbranche kaum verbreitet. Dabei ist der Nutzen dahinter klar: Kann ein KI-Programm f\u00fcr das Restaurant gut prognostizieren, wie viele G\u00e4ste in der n\u00e4chsten Woche kommen, kann es das Personal effizienter einplanen und die Ressourcen besser nutzen. An einem solchen Algorithmus arbeiten Benedikt, Julius und Ursula derzeit mit anderen Forschenden in der Arbeitsgruppe f\u00fcr Supply Chain Servcies SCS am Fraunhofer IIS.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum KI-Spiel: Sie laden uns ein, das Spiel in seiner aktuellen Version zu testen. Der Bildschirm zeigt uns drei Faktoren an \u2013 die Anzahl der G\u00e4ste in den Tagen davor sowie die Temperatur und die Vorbestellungen f\u00fcr die aktuelle Woche. Anhand dieser Daten sollen wir nun einsch\u00e4tzen, wie viele G\u00e4ste an den Tagen der aktuellen Woche tats\u00e4chlich kommen werden. Betrachten wir nur einen Faktor, f\u00e4llt uns das leicht. Aber mehrere Faktoren gleichzeitig? An Wochenenden gehen \u2013 so unsere Vermutung \u2013 viele Leute ins Restaurant, an Wochentagen wenige. Was passiert aber, wenn es am Wochenende regnet und es in der Woche sonnig wird? Wir tragen unsere Einsch\u00e4tzungen ein, teilweise ratend. Dann blendet Julius die richtige G\u00e4steanzahl ein. \u201eGar nicht so schlecht\u201c, kommentiert Julius.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2040 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto.jpg\" alt=\"\" width=\"567\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto.jpg 6000w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-100x67.jpg 100w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2019\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/19_HSW_Nuernberg_Foto-900x600.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die rote, nicht durchgezogene Linie stellt meine Prognose dar, die schwarze Linie die tats\u00e4chliche Anzahl der G\u00e4ste. <\/em><\/p>\n<p><em>(Foto: Thuy Anh Nguyen, Wissenschaft im Dialog)\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir atmen aus, denken uns aber: Schon bei drei Faktoren kommen wir ins Schwitzen. Was w\u00e4re, wenn es f\u00fcnf oder zwanzig oder mehr Faktoren sind? Hier w\u00fcrde KI einen definitiv viel weiterbringen.<\/p>\n<p>Im Moment, w\u00e4hrend der Entwurfsphase, arbeiten die drei noch mit simulierten Daten, zum Beispiel fiktive Besucherzahlen. Das wollen sie \u00e4ndern. \u201eEs ist wichtig f\u00fcr uns, dass unsere KI mit realen Daten arbeitet\u201c, so Benedikt. Unter anderem deswegen kooperieren sie mit Unternehmen, die diese Daten zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis Herbst haben sie Zeit, den Algorithmus zu optimieren. Dann werden sie das KI-Spiel u.a. bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Erlangen ausstellen. Weitere Anfragen von Industriemessen sind auch schon auf dem Tisch. \u201eEs freut uns, dass das Interesse da ist. Oft haben die Leute, die in der KI arbeiten, Probleme zu erkl\u00e4ren, was KI genau macht. Das ist alles sehr abstrakt. Mit unserem KI-Spiel wollen wir das \u00e4ndern\u201c, so Julius. \u201eEs hilft, dass die Leute mit dem Restaurant-Beispiel einen Bezug zu ihrem Alltag bekommen \u2013 und dann was anklicken k\u00f6nnen. Dann verlieren sie vielleicht ihre Scheu gegen\u00fcber der KI und k\u00f6nnen sich besser vorstellen, wie man die KI in der Zukunft gut einsetzen kann.\u201c (Text: Thuy Anh Nguyen, Wissenschaft im Dialog)<\/p>\n<p><strong>Schnellfragerunde zum Abschluss<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hnNaCYMs2Fc\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Mai stand der zweite Hausbesuch an: Wir fahren nach N\u00fcrnberg und treffen Benedikt und Julius, die zwei Mitglieder des Teams \u201eKI \u2013 Von der Wissenschaft ins Wohnzimmer\u201c. 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