{"id":4634,"date":"2024-02-27T10:00:38","date_gmt":"2024-02-27T09:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/?p=4634"},"modified":"2024-02-27T10:08:38","modified_gmt":"2024-02-27T09:08:38","slug":"freiheit-neu-gedacht-die-gewinnerinnen-im-hochschulwettbewerb-2024-stehen-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/blog\/freiheit-neu-gedacht-die-gewinnerinnen-im-hochschulwettbewerb-2024-stehen-fest\/","title":{"rendered":"Freiheit neu gedacht: Die Gewinner*innen im Hochschulwettbewerb 2024 stehen fest!"},"content":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen wir die Demokratie sch\u00fctzen und Teilhabe f\u00fcr alle schaffen? Und wie k\u00f6nnen wir wissenschaftliche Debatten \u00fcber Freiheit in die Gesellschaft tragen? Zw\u00f6lf Teams aus Nachwuchsforschenden haben die Jury im Hochschulwettbewerb mit ihren Ideen \u00fcberzeugt. Die pr\u00e4mierten Projekte spiegeln die gro\u00dfe thematische Vielfalt im Wissenschaftsjahr 2024 &#8211; Freiheit wider: Sie befassen sich unter anderem mit den Themen Wohnungslosigkeit, dem Aufwachsen auf dem Dorf, aber auch Artenschutz und Kolonialismus. Von der Webserie bis hin zum Kartenspiel ist auch die Bandbreite an Formaten gro\u00df.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gewinner*innen beginnt nun eine spannende Zeit, denn sie starten in die Umsetzungsphase ihrer Projekte. Wir freuen uns, die jungen Forschenden dabei zu begleiten. Los geht es Mitte M\u00e4rz mit einem Auftakt-Workshop zum Thema Wissenschaftskommunikation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Im Laufe der Monate folgen weitere Workshops, unter anderem zu den Themen Social Media, Storytelling, Kommunikation in Konflikten und Veranstaltungsorganisation. \u00dcber ihre Fortschritte, Schwierigkeiten und Highlights bei der Projektumsetzung informieren die Teams regelm\u00e4\u00dfig auf dem Instagram-Account vom Hochschulwettbewerb.<\/p>\n<p>Wir gratulieren den Teams der TU Chemnitz, technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Hochschule f\u00fcr Musik Freiburg, Uni Halle, Uni Jena, LMU M\u00fcnchen, HS Nordhausen, Akademie der Bildenden K\u00fcnste N\u00fcrnberg, Uni Oldenburg, Uni Passau, Uni Regensburg und Uni T\u00fcbingen!<\/p>\n<p>Der Hochschulwettbewerb wird j\u00e4hrlich von <strong>Wissenschaft im Dialog<\/strong> in Kooperation mit der <strong>Hochschulrektorenkonferenz<\/strong> und dem <strong>Bundesverband Hochschulkommunikation<\/strong> ausgerufen und vom <strong>BMBF<\/strong> im <strong>Wissenschaftsjahr<\/strong> gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Bevor die Projekte loslegen und euch ihre Vorhaben pers\u00f6nlich pr\u00e4sentieren, m\u00f6chten wir euch hier noch einmal einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Ideen der Gewinner*innen geben:<br \/>\n(Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der St\u00e4dte)<\/p>\n<p>Chemnitz<br \/>\nTU Chemnitz<br \/>\n<strong>Freiheit und Freiheitsentzug<\/strong><br \/>\nWelche Einstellungen und welches Verst\u00e4ndnis von (individueller) Freiheit haben Strafgefangene? Das m\u00f6chte das Projekt \u201eFreiheit und Freiheitsentzug\u201c in Interviews mit Strafgefangenen ergr\u00fcnden. Die Interviews werden von Schauspielerinnen und Schauspielern nachgestellt. Die Aufnahmen werden im Rahmen einer interaktiven Ausstellung pr\u00e4sentiert, die sich k\u00fcnstlerisch und wissenschaftlich mit dem Thema Freiheit und Freiheitsentzug auseinandersetzt. So m\u00f6chte das Projekt zu einem Dialog \u00fcber die scheinbare Selbstverst\u00e4ndlichkeit von Freiheit und ihren Entzug aufrufen.<\/p>\n<p>Detmold<br \/>\nTechnische Hochschule Ostwestfalen-Lippe<br \/>\n<strong>Ein Kornfeld in der Jugend<\/strong><br \/>\nFreiheit liegt in l\u00e4ndlichen Gegenden oft so weit entfernt wie die n\u00e4chstgelegene Autobahn \u2013 und die ist oft sehr weit weg. Die interaktive Webserie \u201eEin Kornfeld in der Jugend\u201d erforscht, was Freiheit f\u00fcr Dorfjugendliche bedeutet. Sie zeigt, wie Freiheit und ihre Einschr\u00e4nkung hier im Gegensatz zum urbanen Raum erlebt werden. Im Fokus steht der Wert von Freiheit in der Gesellschaft. Im Vorfeld der Aufnahmen werden authentische Interaktionen der Zielgruppen vor Ort eingefangen und mit Methoden der qualitativen Sozialforschung sowie ethnografischen Methoden ausgewertet. Die Ergebnisse dienen als Grundlage f\u00fcr die Handlung der Serie.<\/p>\n<p>Freiburg<br \/>\nHochschule f\u00fcr Musik Freiburg<br \/>\n<strong>pflaster:sound<\/strong><br \/>\n\u201epflaster:sound\u201c \u2013 Musik \u2013 Resilienz \u2013 Freiheit ist ein Projekt von Studierenden und Lehrenden der Musikphysiologie an der Hochschule f\u00fcr Musik Freiburg. In Workshops mit Stra\u00dfenmusiker*innen besch\u00e4ftigt sich das Projektteam mit den positiven Effekten des Musizierens. Dabei sollen unter anderem Erkl\u00e4rvideos zum Thema \u201eMusik \u2013 Resilienz \u2013 Freiheit\u201c entwickelt werden. Im Rahmen des Projekts wird au\u00dferdem die Bedeutung von Musik und Freiheit im \u00f6ffentlichen Raum diskutiert. Ein musikalischer Flashmob in Freiburg soll die Stadtgesellschaft zum Mitmusizieren und zum Austausch einladen.<\/p>\n<p>Halle<br \/>\nMartin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg<br \/>\n<strong>escape from freedom<\/strong><br \/>\nDer Escape Room \u201eEscape from freedom\u201c f\u00f6rdert eine kritische Auseinandersetzung mit dem (neo-)liberalen Freiheitsverst\u00e4ndnis. Dabei wird die Frage reflektiert, was Freiheit gesellschaftlich und pers\u00f6nlich bedeutet und welche Konsequenzen bestimmte Freiheitsvorstellungen haben. In drei thematisch gestalteten R\u00e4umen setzen sich Teilnehmende ab 12 Jahren anhand von R\u00e4tseln mit den Folgen und Krisen der individualistisch betonten Freiheit spielerisch auseinander. Das Projekt wird an kulturelle Aktivit\u00e4ten der Stadt angegliedert und in Halle erlebbar sein.<\/p>\n<p>Jena<br \/>\nFriedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena<br \/>\n<strong>Koloniale (Un)freiheiten &#8211; Freiheit und Knechtschaft in Deutsch-Ostafrika. Eine Fotoausstellung<\/strong><br \/>\nWas bedeutet Freiheit in einer postkolonialen Welt? Inspiriert durch den Nachlass seines Ur-Urgro\u00dfvaters Theodor Schneemann, einem ehemaligen Soldaten in der Kolonie Deutsch-Ostafrika, erforscht der Masterstudent Nicolai Messerschmidt diese Thematik auf vielf\u00e4ltige Weise: So pr\u00e4sentiert seine Ausstellung im Stadtlabor G\u00f6ttingen einige der \u00fcber 100 erhaltenen Fotografien aus jener Zeit. Im Rahmen des Projekts wird zudem der postkoloniale Stadtrundgang in Jena um eine Station zum Fall Schneemann erg\u00e4nzt. Dar\u00fcber hinaus ist ein Workshop mit Forschenden aus Tansania geplant, der die Stadtgesellschaft zur Diskussion \u00fcber Kolonialismus und Postkolonialismus in G\u00f6ttingen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen<br \/>\nLudwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<br \/>\n<strong>Freiheits(w)orte<\/strong><br \/>\nUnter der \u00dcberschrift \u201eFreiheits(w)orte&#8220; f\u00fchrt das Projekt an ausgew\u00e4hlte Orte in M\u00fcnchen. Dabei besch\u00e4ftigt es sich aus zwei Perspektiven mit dem Verh\u00e4ltnis von Literatur und Freiheit: Einerseits geht es um Freiheit in der Literatur. Andererseits um Orte, die zeigen, dass Literatur (un)frei war und ist. Das Projekt organisiert Pop-Up-Lesungen, die im Rahmen eines literarischen Stadtspaziergangs durch M\u00fcnchen stattfinden. Texte und Orte werden in einem Workshop gemeinsam mit Studierenden und M\u00fcnchner Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern vorbereitet. Die Inhalte werden digital aufbereitet, sodass sie f\u00fcr alle Interessierten zus\u00e4tzlich online abrufbar sind.<\/p>\n<p>Nordhausen<br \/>\nHochschule Nordhausen<br \/>\n<strong>Mehr Freiheit f\u00fcr Wildtiere, Freiheitsverlust f\u00fcr uns Menschen?<\/strong><br \/>\nWie kann der Artenschutz mit konkurrierenden gesellschaftlichen Interessen in Einklang gebracht werden? Wie k\u00f6nnen Wildtiere und Menschen friedlich zusammenleben? Diesen Fragen widmet sich das Projekt \u201eMehr Freiheit f\u00fcr Wildtiere, Freiheitsverlust f\u00fcr uns Menschen?\u201d und l\u00e4dt B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zum Dialog ein. Im Rahmen von fiktiven Gerichtsverhandlungen haben Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie die interessierte Bev\u00f6lkerung die Gelegenheit, die Diskussion rund um die Freiheit der Wildtiere mitzuverfolgen und mitzugestalten.<\/p>\n<p>N\u00fcrnberg<br \/>\nAkademie der Bildenden K\u00fcnste N\u00fcrnberg<br \/>\n<strong>Owning the Fractures<\/strong><br \/>\nWie h\u00e4ngen pers\u00f6nliche Freiheit und Verantwortung zusammen? Das Kollektiv \u201ePlanetary Intimacies\u201d befasst sich in einer interaktiven Ausstellung mit schmelzenden Gletschern. Daten des Klimawandels werden dabei k\u00fcnstlerisch \u00fcbersetzt und so f\u00fcr das Publikum erfahrbar. Dadurch entsteht eine pers\u00f6nliche Verbindung, die Umweltdaten allein nicht bieten k\u00f6nnen. Die Ausstellung l\u00e4dt Besucherinnen und Besucher zugleich zur Diskussion \u00fcber Freiheit und Verantwortung ein. Dabei gesammelte Gedanken und Ideen werden verschriftlicht und in einer Zeitkapsel verankert, die abschlie\u00dfend in den Riss eines Gletschers in den Alpen versenkt wird.<\/p>\n<p>Oldenburg<br \/>\nCarl von Ossietzky Universit\u00e4t Oldenburg<br \/>\n<strong>Wohnungslosigkeit als Freiheitsberaubung<\/strong><br \/>\nDas Projekt \u201eWohnungslosigkeit als Freiheitsberaubung\u201d m\u00f6chte auf die soziale Ungerechtigkeit von Obdachlosigkeit aufmerksam machen und L\u00f6sungsans\u00e4tze entwickeln. In regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Workshops werden wissenschaftliche Analysen sowie pers\u00f6nliche Geschichten wohnungsloser Menschen in Form von Filmen und Ausstellungen gezeigt. Dabei werden obdachlose Menschen aktiv in das Projekt mit einbezogen. Ziel ist es, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Obdachlosigkeit zu ver\u00e4ndern und eine inklusive, gerechtere Gesellschaft zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Passau<br \/>\nUniversit\u00e4t Passau<br \/>\n<strong>PASSAUtonomy<\/strong><br \/>\nPASSAUtonomy entdeckt eine alte Idee neu: Frei sind wir, wenn wir uns selbst Gesetze geben k\u00f6nnen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige diskutieren, wie aktuell diese Idee des Philosophen Immanuel Kant in dessen 300. Geburtsjahr und dem Wissenschaftsjahr 2024 ist. Daf\u00fcr organisiert das Projekt Schulworkshops, Gespr\u00e4chsrunden im Biergarten sowie eine interaktive Ausstellung in der Uni Passau.<\/p>\n<p>Regensburg<br \/>\nUniversit\u00e4t Regensburg<br \/>\n<strong>umFREIb! \u2013 Karten Assoziationsspiel zu den Flugbl\u00e4ttern der Wei\u00dfen Rose<\/strong><br \/>\n\u201eEs lebe die Freiheit!\u201d waren die letzten Worte von Hans Scholl \u2013 ein Leitmotiv, das die Flugbl\u00e4tter der Wei\u00dfen Rose durchdringt. Im interaktiven Karten-Assoziationsspiel \u201eumFREIb!\u201d wird dieses Leitmotiv spielerisch aufgegriffen und reflektiert. So k\u00f6nnen Teilnehmende die Bedeutung von Freiheit anhand der Flugbl\u00e4tter der Wei\u00dfen Rose erleben. Das Spiel richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und st\u00e4rkt das inhaltliche Bewusstsein f\u00fcr das Thema ebenso wie ein Gef\u00fchl f\u00fcr Sprache und Metaphorik. Dar\u00fcber hinaus werden die Spielerinnen und Spieler dazu angeregt, \u00fcber ihr eigenes Freiheitsverst\u00e4ndnis nachzudenken.<\/p>\n<p>T\u00fcbingen<br \/>\nEberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen<br \/>\n<strong>LITERATUR F\u00dcR ALLE!<\/strong><br \/>\n\u201eLITERATUR F\u00dcR ALLE!\u201d ist ein Festival, das Literatur als eine einzigartige Form der Welt- und Gegenwartserkenntnis betrachtet. Das Projektteam m\u00f6chte Literatur f\u00fcr alle zug\u00e4nglich machen und gleichzeitig die M\u00f6glichkeiten des Wissenstransfers durch Literatur erkunden, um die Potenziale f\u00fcr einen breiten gesellschaftlichen Diskurs aufzuzeigen. Universit\u00e4res Wissen soll in interaktiven Formaten und an ungew\u00f6hnlichen Orten mit der Gesellschaft geteilt werden. Dabei sollen insbesondere Menschen angesprochen werden, die in ihrem Alltag von akademischen Orten ausgeschlossen sind. Interaktion und Inklusion sind die Kerngedanken des Festivals.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen wir die Demokratie sch\u00fctzen und Teilhabe f\u00fcr alle schaffen? Und wie k\u00f6nnen wir wissenschaftliche Debatten \u00fcber Freiheit in die Gesellschaft tragen? Zw\u00f6lf Teams aus Nachwuchsforschenden haben die Jury<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4636,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"tags":[],"class_list":["post-4634","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4634"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4634"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4634\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4637,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4634\/revisions\/4637"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hochschulwettbewerb.net\/2024\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}