Design Studio in der Praxis – Workshop Tag 3

Am Samstag (17.11.) von 10 bis 18 Uhr fand unser erster Workshop-Tag statt, wo unsere Nutzer*Innen auf unsere angehenden Softwareentwickler*Innen getroffen sind.

Wir haben den Tag mit einem Einführungsvortrag zum Thema Open Data und einer Aufwärmübung zum Kennenlernen und Sketchen begonnen. Um sicher zu gehen, dass alle unsere Teilnehmer*Innen so viel wie möglich aus dem Vortrag mitnehmen können, haben wir einmal eine englische und eine deutsche Fassung angeboten.

Der Vortrag selbst umfasste das Konzept von Open Data und welche Kriterien sie erfüllen. Wir haben einige Beispiel-Projekte und Anwendungen vorgestellt, die auf Open Data basieren und aus Kunst, Geschichte, Architektur, Umwelt und andere gesellschaftlich relevanten Bereichen kommen. Zudem wurden die zehn Prinzipien für Open Government Data erklärt und am Beispiel des Hamburger Transparenzgesetzes verdeutlicht. Dies war uns besonders wichtig, da die zu entwerfenden Anwendungen des Workshops auf Daten aus dem Hamburger Transparenzgesetz basieren würden. Abschließend haben wir mit der jeweiligen Gruppe noch kurz basierend auf den vorher erklärten Prinzipien diskutiert, weswegen öffentlich zugängliche Social Media Daten keine Open Data sind.

Während jeweils eine Gruppe beim Vortrag war, haben die restlichen Teilnehmer*Innen eine Sketch-Übung als kleines Warm-Up durchgeführt, bei der sie für jemand anderes in der Gruppe einen Steckbrief sketchen mussten. Am Ende hat jeder kurz den Steckbrief und damit die andere Person kurz vorgestellt, damit die Gruppe sich ein bisschen besser kennenlernen konnte.

Für unseren Workshop wollten wir die Design Studio Methode anwenden. Hierzu haben wir die Teilnehmer*Innen basierend auf ihren Kreativ-Übungen aus den jeweiligen Einführungsveranstaltungen von Donnerstag und Freitag in fünf Gruppen eingeteilt.

Das Vorgehen bei dieser Methode ist, dass zunächst jedes Gruppenmitglied individuell so viele Ideen wie möglich sketcht. Wir haben für diese Phase 15 Minuten gegeben. Nach der Sketching-Phase hat jedes Gruppenmitglied kurz Zeit seine Ideen vorzustellen und bekommen dann direkt konstruktives Feedback von den anderen Teammitgliedern, bevor das nächste Mitglied an der Reihe ist. Bei uns hat jeder eine Minute Zeit für die Vorstellung gehabt und zwei Minuten für die Feedbackrunde. Dieses Schema von Ideen sketchen, vorstellen und Feedback geben, führt man über mehrere Iterationen durch.

Um unsere Teams mit dieser Methode vertraut zu machen, haben wir vor dem Mittag ein kleines Probeprojekt mit ihnen durchgeführt, wo das Schema nur eine Iteration hatte. Das Thema dieses kleineren Projekts war es, eine mobile Anwendung basierend auf den Daten des „KEHR.WIEDER“-Programms in Hamburg zu entwerfen. Dies ist eine Kampagne, bei der man durch das Verwenden eines eigenen wiederverwendbaren Kaffeebechers Rabatt bekommen kann. Durch diese Übung wussten alle Teilnehmer*Innen, was bei dieser Arbeitsweise von ihnen erwartet wird.

Nachdem wir uns alle in der gemeinsamen Mittagspause beim Burgeressen gestärkt hatten, ging es dann zu dem Hauptprojekt. Unsere Teams sollten eine Anwendung basierend auf den Daten des Hamburger Melde-Michels entwerfen. Der Melde-Michel ist eine Plattform, auf der Bürger*Innen Infrastrukturschäden der Stadt melden können. Für diese Projekt haben alle Teams den Ablauf von Ideen finden, vorstellen und kommentieren drei mal durchlaufen. Danach haben die Mitglieder für ein Konzept abgestimmt, das die Grundlage für ihre Anwendung darstellen würde.

Am Ende des Tages haben alle Teams für ihr gewähltes Konzept eine Flowchart der einzelnen Screens erstellt. Sie konnten hierzu auch Screens aus den nicht gewählten Konzepten integrieren. Zusätzlich haben alle Gruppen sich noch einen Namen und einen Slogan für die Anwendung ausgedacht. Abschließend haben alle Gruppen ihre Arbeit den Rest der Teilnehmer*Innen vorgestellt.

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