Universitätsklinikum Jena

Sepsis sichtbar machen - Street Art Workshop mit Jugendlichen

Sepsis kann als Komplikation jeder akuten Infektion, wie Lungenentzündung oder Harnwegsinfektionen, aber auch nach Wundinfektionen auftreten. Es kommt zu lebensbedrohlichem Organversagen aufgrund einer fehlregulierten Körperantwort auf die Infektion. Auslöser sind meist Bakterien, aber auch Viren oder Pilze.
Jährlich gibt es ca. 280.000 Betroffene in Deutschland, wovon etwa 85.000 der Patient:innen versterben. Damit ist Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Symptome der Sepsis

Sepsis kann zu Schock, multiplem Organversagen und letztlich zum Tod führen, insbesondere, wenn sie nicht früh erkannt und schnell behandelt wird. Durch häufig unspezifische Symptome wird eine Sepsis jedoch oft erst spät erkannt.

Liegt eine Infektion oder ein Verdacht darauf vor, sind Anzeichen einer Sepsis:

  • Verwirrung, Orientierungslosigkeit
  • Atemnot, schnelle Atmung
  • Niedriger Blutdruck, hohe Herzfrequenz
  • Extremes Krankheitsgefühl

Daneben sind auch Infekt-Symptome wie Fieber und Schüttelfrost (gelegentlich auch niedrige Körpertemperatur), Schwitzen und feuchte Haut häufig.

Sepsis ist ein Notfall!

Wenn ein bis zwei der vier Hauptwarnzeichen bei einer Infektion auftreten, sollte umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Melden Sie sich beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 oder wählen Sie den Notruf 112.

Wie kann man sich vor einer Sepsis schützen?

Eine Sepsis ist immer mit einer Infektion verbunden. Vermeidung von Infektionen beugt daher auch einer Sepsis vor, z. B. durch

  • Vernünftige Hygiene: Regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife;
  • Impfungen: Gegen viele schwere Infektionen gibt es wirksame Impfungen;
  • Wundversorgung: Mit sauberem Wasser spülen, Wunddesinfektion, Pflaster, sterile Kompressen (Tetanusimpfung)

Sepsis kann jede:n treffen, bestimmte Personengruppen haben allerdings ein höheres Risiko. Für diese sind vorbeugende Maßnahmen besonders wichtig:

  • Ältere und sehr junge Menschen: Kleinkinder unter 1 Jahr (besonders Früh- und Neugeborene) und Personen über 60 Jahre
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen ohne Milz
  • Schwangere Frauen und Mütter nach der Geburt
  • Auch Überlebende einer Sepsis haben ein erhöhtes Risiko, erneut zu erkranken.

Weitere Informationen: