Technische Universität Dresden

Zukunftswerkstatt Lausitz 2050

Ergebnisse

Der moderierte, kreative Austausch verlief in drei Phasen und mündete in einem gemeinsamen Problemverständnis der Energiewende, visualisierten Zukunftsvisionen für 2050 und konkreten Maßnahmen für die Strukturwandelregion Lausitz.

1. Problemverständnis nach dem Wicked-Problem-Ansatz

zentrale Erkenntnisse und Hürden:

  • Energiepreis & Versorgungssicherheit
  • Gesellschaftliche Akzeptanzkonflikte durch Wissens-/Informationsdefizite sowie Verteilungskonflikte
  • Umwelt- und Gesundheitsfolgen (Wasser & Altlasten)
  • Politik/Regulatorik
  • Infrastruktur
  • Strukturwandel, Abwanderung & Arbeitsplatzverlust
  • Raumbezug & Akteure: Industriepark Schwarze Pumpe als Dreh- und Angelpunkt

In der Gruppe Dresden waren vorrangig Forschende vertreten. Die Gruppe hat stärker global systemisch-organisational und urban-individualistisch gedacht. Bei Gruppe Spremberg war  direkte Betroffenheit zu spüren: Sorge um Arbeitsplätze und Versorgungssicherkeit, aber besonders der Verlsust von Heimat, Gemeinschaft, Tradition und Identität. Die Gruppe war stärker regional, sozial konkret sowie technologie-orientiert. In der Gruppe war nur eine Person aus der Forschung anwesend.

2. Zukunftsvisionen

Die Gruppe Dresden erarbeitete ein übergreifendes Zukunftsbild für die Lausitz mit attraktiver Lebensumwelt durch Mobilität, Kultur und aktive Mitgestaltung.

Die Spremberger Gruppe entwickelte ein konkretes Zukunftsbild für Spremberg mit mehreren Ebenen:

  • Ein Marktplatz als Zentrum für Gemeinschaft und Begegnung
  • Eine Stadt mit Bereichen für Energie, Industrie, Erholung und Wohnen
  • Eine Region, die sich als Einheit begreift

3. Maßnahmen

In den Gruppenarbeiten zum zweiten Termin entstanden in den Gruppen je drei Maßnahmen. Einige Maßnahmen waren sich ähnlich, sodass sie inhaltlich zusammengeführten. Präsentiert werden vier konkrete Maßnahmenimpulse in verschiedenen Dimentsionen.

  1. Miteinander statt Neben- und Gegeneinander: Gesellschaftlicher Zusammenhalt & Dialogkultur
  2. Klimaneutrales Spremberg 2050: Energiewende & Wärmewende
  3. Zukunftsperspektiven für Jugendliche in der Region: Attraktivität & Beteiligung
  4. Fachkräfte sichern: Weiterbildung & Qualifizierung

Die vollständigen Ergebnisse (Bilder und Maßnahmenkatalog) sind hier zu finden.

Zentrale Erkenntnisse

Die Zukunftsvisionen und die Maßnahmen stellen die Gemeinschaft in den Mittelpunkt der Energiewende, nicht die Technologie.Die Workshops zeigten: Austausch auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Praxis führt zu mehr als rein technologischen Aushandlungen. Ursprünglich als partizipatives Format der Wissenschaftskommunikation angelegt, wurde deutlich: Es geht vor allem ums Zuhören – Erkenntnisse entstehen besonders dann, wenn Praxiswissen einbezogen wird. Auffällig waren dabei die Stadt-Land-Unterschiede sowie der Kontrast zwischen homogenen Forschungsgruppen und heterogenen Gruppen, sobald Forschende mit nicht-wissenschaftlichen Akteuren aus Wirtschaft und Politik in den Austausch traten.

Die Termine der Zukunftswerkstatt liegen in der Vergangenheit. Falls Sie Interesse an einem Austausch haben, schreiben Sie gern an katharina.hunger@tu-dresden.de.