Wissenschaftliche Begleitung
Das Dialogkonzept wird im Rahmen einer Promotion wissenschaftlich evaluiert, um Erkenntnisse für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft abzuleiten. So sollen langfristig tragfähige Strategien für den gesellschaftlichen Wandel erarbeitet werden.
Unsere Methode leitet sich aus der Zukunftsforschung und der transdisziplinären Forschung ab. Es gibt hier viele Ansätze, wie Zukunftsszenarien für gemeinsame Projekte genutzt werden können. In einem Jahr wollen wir besser verstehen, wie Forschende und Unternehmen komplexe Veränderungsprozesse moderieren und kommunizieren sollten – und was sie dafür von der Zivilgesellschaft lernen können.
Dafür arbeiten wir im Rahmen der Zukunftswerkstatt mit qualitativen und quantitativen Methoden:
- Fragebögen, die die Teilnehmenden im Vorfeld und im Nachgang beantworten
- Beobachtungen, bei denen die Zusammenarbeit aufgenommen wird
- Fokusgruppendiskussionen, bei denen die Teilnehmenden mit einander über den Workshop reflektieren
- Interviews im Nachgang, bei denen einzelne Teilnehmende vertiefend befragt werden
Bei Frage zur Umsetzung sowie zur Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten wenden Sie sich gern an: katharina.hunger@tu-dresden.de
Informationen zum Forschungsvorhaben
Das Forschungsvorhaben zur „Zukunftswerkstatt Lausitz 2050 – Energie im Fokus“ von Dipl.-Wi.-Ing. Katharina Hunger (CIMTT Zentrum für Produktionstechnik und Organisation, Technischen Universität Dresden) beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen miteinander Wissen austauschen, wo dabei Herausforderungen entstehen und was wir daraus für die Zukunft ableiten können. Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen Ingenieur:innen und Menschen außerhalb der Wissenschaft – also Bürger:innen, Unternehmer:innen oder andere Praxisakteur:innen, die gemeinsam über Zukunftsfragen nachdenken und Lösungen entwickeln. Es wird untersucht, wie Beteiligten ihr Wissen einbringen, wie sie sich über komplexe Themen wie Technik, Energie oder gesellschaftliche Veränderung verständigen und wie sich dadurch möglicherweise im Denken und Handeln verändert.
Ein besonderes Interesse gilt dabei der Frage, ob und wie sich das Verständnis von Technikentwicklung bei den beteiligten Ingenieur:innen verändert, wenn sie mit Alltags- und Erfahrungswissen aus der Region in Kontakt kommen. Daraus sollen Hinweise abgeleitet werden, wie Technikentwicklung künftig stärker auf die Bedürfnisse von Menschen ausgerichtet und gemeinsam mit ihnen gestaltet werden kann. Langfristig möchte das Forschungsvorhaben dazu beitragen, die Ingenieurwissenschaft transdisziplinärer und menschenzentrierter zu gestalten – also so, dass technische Lösungen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch gesellschaftlich sinnvoll, verständlich und akzeptiert sind.