04.11.2026, 19:30 Uhr, Cinema Wuppertal
Berliner Str. 88, 42275 Wuppertal-Oberbarmen
Tickets unter: https://www.wuppertalerkinos.de/filme/film-gespraech-corpus-delicti-52744/
Basierend auf Juli Zehs Bestsellerroman spielt der gleichnamige Film Corpus Delicti in einer nahen Zukunft. Die Regierung, die METHODE, verspricht darin eine Gesellschaft, in der Gesundheit und Sicherheit für alle garantiert sind. In dieser Welt wird das Leben der Wissenschaftlerin Mia Holl (Hannah Herzsprung) schlagartig auf den Kopf gestellt, als ihr Bruder Moritz (Damian Hardung) des Mordes beschuldigt wird. Die Beweise sind erdrückend – und doch ist Mia von seiner Unschuld überzeugt. Ihr Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit macht sie selbst zur Gejagten in einem System, das auf lückenlose Überwachung alle Bürger:innen basiert. Im Anschluss an die Filmvorführung spricht Dr. Sabrina Huber gemeinsam mit Studierenden ihres Seminars „(Selbst-)Überwachung von Körper und Psyche in der Literatur: Praxisseminar mit Wissenschaftskommunikation und Literaturvermittlung“ und allen Anwesenden über Juli Zehs Fiktion eines Gesundheitsstaates der Zukunft. Was geschieht mit einer Gesellschaft, die Gesundheit und Sicherheit zum obersten Ziel erklärt und dafür individuelle Freiheit und Selbstbestimmung preisgibt? Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Formen von (Selbst-)Überwachung, die Corpus Delicti entwirft und die Frage, mit welchen erzählerischen Mitteln der Film sie sichtbar macht.
Die Veranstaltung und das Seminar finden in Kooperation mit den Wuppertaler Kinos im Rahmen des Projekts „Future Health under (Self-)Surveillance. Überwachung von Körper und Psyche in Literatur und Alltagspraxis.“ statt, das zu den Gewinnerprojekten des Hochschulwettbewerbs 2026 gehört. Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog organisiert und im Rahmen des „Wissenschaftsjahres2026:Medizin der Zukunft“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

