Der Wettbewerb 2019 ist beendet – die besten Umsetzungen stehen fest!

Foto: Gesine Born / WiD

Mit dem Hochschulwettbewerb ruft Wissenschaft im Dialog jedes Jahr junge Forschende zum direkten Dialog mit der Öffentlichkeit auf und zeichnet die besten Kommunikationskonzepte aus. Dabei geht es nicht nur darum, die eigene Forschung verständlich zu machen. Gezeigt werden soll auch, warum sie für die Gesellschaft wichtig ist.

Im Frühjahr 2019 waren 15 Teams für ihre Kommunikationskonzepte mit je 10.000 Euro zur Umsetzung ihrer Ideen ausgezeichnet worden. Schließlich hatten sie bis Ende November Zeit, ihre Ideen mit Hilfe des Preisgeldes in die Tat umzusetzen. Nun erfolgte die zweite Begutachtung der Jury: Welche Umsetzungen waren besonders gelungen? Welche Projekte haben es am besten geschafft, die gesellschaftliche Relevanz ihrer Forschung einem breiten Publikum deutlich zu machen? Im Rahmen des Forums Wissenschaftskommunikation wurden nun die gelungensten drei Umsetzungen ausgezeichnet.

Das Team der Hochschule Emden/Leer hat in den vergangenen Monaten intensiv mit verschiedenen Gruppen über den Einsatz von Robotern in der Pflege diskutiert. Welche Rolle kann und soll künstliche Intelligenz in sozialen Bereichen spielen? Im Rahmen des Projekts Einsatz künstlicher Intelligenz in der Altenpflege entwickelten die Hochschüler einen virtuellen Pfleger, der sich mit Pflegebedürftigen unterhält und das Personal unterstützt, indem er zum Beispiel an die Einnahme von Medikamenten erinnert. Jetzt wollten sie von pflegebedürftigen Menschen, ihren Familienangehörigen, dem Pflegepersonal, Politikern und allgemeiner Öffentlichkeit wissen, was sie vom Einsatz von Robotern halten. Sie besuchten verschiedenste Pflegeeinrichtungen in Norddeutschland, um Ideen und Eindrücke zu sammeln. Schließlich gelang es dem Team, ein Start-up aus den USA für die weitere Ausarbeitung ihres virtuellen Pflegers zu gewinnen.

Die Studierenden der Technischen Hochschule Köln entwickelten ein multimediales Web-Magazin, das über künstliche Intelligenz (KI) und ihre Anwendung in verschiedenen Gesellschaftsbereichen informiert. Themen des Projekts KITT – KI-Talks & Teams waren unter anderem die Chancen und Gefahren autonomer Waffensysteme, die Rolle von KI in der Medizin und die Gestaltung von „Smart Cities“ mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Auch ein KI–Podcast mit Science-Fiction-Autorin Theresa Hannig findet man auf der Webseite. Zudem kommuniziert das Team über diverse Social-Media-Kanäle.

Für die Entwicklung eines Roboter-Praktikums wurde das Team der Phillips-Universität Marburg ausgezeichnet. Schülerinnen und Schüler lernen während des dreitägigen Robotikums, was humanoide Roboter wie Pepper und Nao heute können und wie deren Motorik, Bilderfassung und Sprachverarbeitung funktioniert. Außerdem diskutieren sie über das Verhältnis von Mensch und Maschine. In ganz ähnlicher Weise können sich im Programm „RoboTeach“ Lehramtsstudierende weiterbilden. Über beide Projekte kommunizierte das Team in den vergangenen Monaten so viel wie kein anderes: Das Team verfasste 30 Blogbeiträge und stellte das Projekt in Ausstellungen und Mediencamps im In- und Ausland vor. Über eine Website, YouTube, Instagram und Twitter gelang es, auch über Marburg hinaus eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.

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