#Hausbesuch in Leipzig beim Team „KI.XOSKELETT“

(Fotos: Gesa Hengerer, WiD)
(Fotos: Gesa Hengerer, WiD)

Ende April stand der erste #Hausbesuch von Wissenschaft im Dialog an – dieser führte uns nach Leipzig an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Der Kern des dort ansässigen Teams besteht aus den beiden Doktoranden Max Böhme (Maschinenbauingenieur) und Felix Weiske (Elektrotechniker). Wir trafen uns in einem Seminarraum der Hochschule, im Gepäck hatten die beiden Doktoranden ein Exoskelett-Bein, welches das Herzstück ihrer Doktorarbeit und damit auch ihres Projekts im Rahmen des Hochschulwettbewerbs darstellt. Die eigentliche Bezeichnung des Exoskeletts ist jedoch Bewegungsunterstützungssystem, kurz BUS, da hier neben einer externen Stützstruktur die Bewegung des Menschen aktiv durch das System unterstützt wird. Im Interview mit WiD sprachen sie über ihre Motivation, über vergangene und noch kommende Projekthighlights sowie über die Notwendigkeit und Ziel ihrer Arbeit, dass die Forschung enger mit den Verbrauchern zusammenarbeitet.

 

Bitte beschreibt euer Projekt in drei Worten:
Exoskelett, KI und Ausstellung.

Wie seid ihr zu eurem Projekt gekommen? Woher kam die Motivation dafür?
Wir sind über eine gemeinsame Nachwuchsforschungsgruppe in Kontakt gekommen und arbeiten da seit 2016 an unterschiedlichen Teilprojekten im Tandem – Max an der Hardware und Felix an der intelligenten Software. Über dieses Projekt hinaus haben wir uns dann im Rahmen unserer Promotionsarbeiten auf ein Problem, dem viele ältere Personen im Alltag begegnen, fokussiert: dem Treppensteigen. Mit unserem KI.XOSkelett möchten wir Senioren helfen, da viele gar nicht mehr oder nur eingeschränkt Treppen steigen können. Gleichzeitig wohnen viele aber noch in Einfamilienhäusern, in denen man keine Treppenlifts installieren kann und müssen deshalb oft aus ihrer gewohnten Umgebung ausziehen. Natürlich wollen die meisten ihr vertrautes Wohnumfeld nicht verlassen – das ist wissenschaftlich bewiesen – und das motivierte uns letztendlich, nach einer mobilen Lösung zu suchen.

Welche Ziele verfolgt ihr mit der Umsetzung des Projekts?
Ziel war es bis Ende letzten Jahres ein erstes physisches Modell für die Demonstration an einem Bein zu bauen. Das ist uns soweit auch gelungen. Gerade arbeiten wir noch an der Verbesserung von Kleinigkeiten des Demonstrators, schon bald werden wir wieder den Kontakt mit den Senioren suchen und uns erste Meinungen bezüglich unseres Demonstrators holen. Es ist uns besonders wichtig, dass die Personen, die das Exoskelett am Ende nutzen, es auch aktiv mitgestalten können. Dafür wollen wir unser Modell ausstellen, wenn möglich interaktiv, sodass die Personen das KI.XOSkelett selbst anprobieren und testen können. Dabei wollen wir aktiv auf die Menschen zugehen, auch um ihnen zu zeigen, was Künstliche Intelligenz wirklich ist und wie sie funktioniert, um so Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

Welches waren eure bisherigen Highlights und worauf freut ihr euch noch?
Als Highlight kann man auf jeden Fall den Moment bezeichnen, als wir unseren Demonstrator fertig gestellt haben im Dezember 2018. Da wir das Modell selbst gebaut und sogar einen Großteil der Einzelteile entworfen und im 3D-Drucker der Hochschule gedruckt haben, waren wir sehr gespannt darauf, wie er im Gesamten wirkt. Des Weiteren sind wir nun natürlich gespannt, wie die Resonanz der Menschen auf das Modell ist, wenn wir es erstmals in der Hochschule und in Pflegeeinrichtungen oder ähnlichen Instituten ausstellen. Zudem wurden wir auch von einem anderen Gewinnerteam des Hochschulwettbewerbs zu einer Veranstaltung nach Köln eingeladen, diese Chance werden wir auf jeden Fall auch nutzen, um unser KI.XOSkelett vorzustellen.

Schnellfragerunde zum Abschluss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn dieser Beitrag euer Interesse geweckt hat und ihr euch weiter über das KI.XOSkelett informieren möchtet – zum Beispiel um die genaue Bau- und Funktionsweise zu verstehen oder um zu erfahren, wo man den Demonstrator live sehen kann – dann klickt hier!

 

(Text: Gesa Hengerer, Wissenschaft im Dialog)

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